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Rückschau auf die Tagung vom 25. November 2010

Posted by admin On Juni - 30 - 2011

„Wir sind noch im unteren Drittel der Lernkurve.“ Das Statement von Thomas Mickeleit (PR-Chef von Micrsoft Deutschland) auf der „K2-Tagung Onlinekommunikation“ Ende November 2010 in Düsseldorf gilt für eine ganze Branche. Jeder Kommunikator sieht sich dieser Tage mit dem Thema Social Media konfrontiert. Müssen wir da nicht dabei sein? Welche Kanäle nutze ich mit welchen Inhalten für welche Zielgruppe? Übersteigen die Chancen die möglichen Risiken?

Und obwohl viele Unternehmen schon seit einiger Zeit twittern, bloggen, auf Facebook präsent sind und bei YouTube ihre Videos hochladen, ist die Unsicherheit noch immer mit Händen zu greifen. Es regiert das Prinzip trial & error, eine schriftlich fixierte Onlinestrategie verfolgen laut der Untersuchung “Social Media Governance 2010″ nur 23 Prozent aller deutschen Unternehmen, Verbände und Organisationen. Auch das Thema Evaluation steckt im Onlinebereich noch in den Kinderschuhen. Was ist ein Follower bei twitter wert? Was ein Fan bei Facebook?

Doch obwohl die Einbindung in die Unternehmensstrategie und der Ertrag von Investitionen in Social Media noch ungewiss ist, sollten PR-Profis das Feld zügig besetzen, raten viele Branchenexperten. „Überlassen Sie Social Media nicht dem Marketing“, fordert Otto-Kommunikationschef Thomas Voigt. Er sieht in den dialogischen Formen der Onlinekommunikation eine große Chance für die PR. Die Kommunikation als Funktion habe immer postuliert, dass nur sie nachhaltige Beziehungen zu wichtigen Stakeholdern aufbauen könne – nun gelte es den Beweis anzutreten. Denn unter dem Siegeszug von Social Media ist nicht nur die Potenzierung möglicher Kommunikationskanäle zu verstehen – vielmehr ändert sich die Kommunikation als solche. Der Dialog und die Vielstimmigkeit nehmen zu, one-voice-policy und Einbahnstraßenkommunikation ab. Das bedeutet für die Unternehmenskommunikation, „den Kontrollverlust bestenfalls lustvoll zu managen“, so Thomas Voigt.

Klar ist aber auch: Social Media ist kein Thema, dass eine Kommunikationsabteilung allein stemmen kann oder sollte. Vielmehr gilt es, ein übergreifendes Kompetenzteam zu installieren, in dem sich PR, Marketing, HR, Vertrieb, Produktentwicklung und Kundenservice wiederfinden. Aber die PR sollte die Führung dieses Teams anstreben – weil die Kommunikation es gewohnt ist, im Dialog Bande zu wichtigen Anspruchsgruppen zu knüpfen und somit über die wichtigste Kompetenz im Feld von Sozial Media verfügt. Entsprechende Steuerungskreise etablieren immer mehr Unternehmen. Ob sie nun „Social Media Council“ heißen (Microsoft Deutschland), „Competence Center Social Web“ (Scout24-Gruppe) oder „Cockpit“ (Otto Group).
(Wolf-Dieter Rühl, prmagazin)

In unserer Galerie können Sie sich Fotos der Tagung ansehen.

Hier finden Sie Stimmen zur Tagung.

Wir haben hier einige Präsentationen unserer Referenten für Sie zusammengestellt:

Social Media Governance 2010| Stephan Fink, Sprecher des Vorstands, Fink & Fuchs Public Relations
Vom Mitmachen zur Strategie| Thomas Mickeleit, Direktor Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Microsoft Deutschland
Kunden zu Markenfans machen | Christian Pansch, Leiter Social Media, construktiv

Eine ausführliche Rückschau liefert der Artikel “Erkenntnisse auf der Fachtagung Onlinekommunikation” in der aktuellen Ausgabe des ICOM-Newsletter.

Hören Sie einige unserer Referenten im Interview mit management-radio.de


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